Carport oder Garage: Kosten im Vergleich 2026
Von Michael Sack · Stand: Mai 2026
Die Kostenfrage ist oft entscheidend: Ein Carport ist deutlich günstiger in Anschaffung und Unterhalt, eine Garage bietet dafür mehr Schutz und Langlebigkeit. Alle Kostenfaktoren im Überblick.
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Kostenvergleich auf einen Blick
| Kostenfaktor | Carport | Garage |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | € 2.000 – 18.000 | € 7.000 – 35.000 |
| Fundament | € 500 – 2.000 | € 1.500 – 5.000 |
| Montage | € 500 – 3.000 | € 1.000 – 5.000 |
| Baugenehmigung | meist kostenfrei | € 300 – 800 |
| Laufende Kosten (p.a.) | ca. € 100 / Jahr | ca. € 200 / Jahr |
| Lebensdauer | 20 – 30 Jahre | 30 – 50 Jahre |
| Gesamtkosten 10 Jahre | ca. € 8.000 – 25.000 | ca. € 12.000 – 50.000 |
* Richtwerte. Tatsächliche Kosten hängen von Material, Größe, Region und Eigenleistung ab.
Was beeinflusst die Kosten?
Material
Holz-Carports sind günstiger als Metall- oder Aluminium-Varianten. Gemauerte Garagen kosten mehr als Fertigteilgaragen.
Größe
Doppelcarport oder Doppelgarage kostet 40–80 % mehr als ein Einzelstellplatz. Jeder Quadratmeter Grundfläche schlägt zu Buche.
Region
Handwerkerkosten variieren regional stark. In Großstädten sind Montagekosten oft 20–30 % höher als im ländlichen Raum.
Eigenleistung
Wer beim Fundament, Streichen oder Dachdecken selbst Hand anlegt, kann 1.000–5.000 € sparen.
Materialvergleich: Welcher Carport lohnt sich?
Das Material ist der größte Preishebel beim Carport. Holz ist die günstigste Wahl und fügt sich optisch gut ins Gartenbild ein — benötigt aber alle 3–5 Jahre einen neuen Anstrich oder eine Lasur, sonst leidet die Substanz. Aluminium kostet in der Anschaffung rund 30–50 % mehr, ist aber nahezu wartungsfrei und hält bei guter Qualität 40–50 Jahre. Stahl bietet hohe Stabilität bei niedrigerem Preis, ist jedoch rostanfällig ohne regelmäßige Schutzbehandlung.
Fazit: Wer langfristig denkt und wenig Zeit für Pflege hat, ist mit Aluminium besser bedient. Wer sparen und ein natürliches Erscheinungsbild möchte, greift zu Holz — muss aber regelmäßig nachpflegen.
Garage: Fertigteil oder gemauert?
Wer sich für eine Garage entscheidet, steht vor der nächsten Wahl: Fertiggarage aus Beton oder klassische gemauerte Garage. Die Fertigteilgarage (Beton, Stahl oder Kunststoff) ist in einem Tag aufgestellt, benötigt wenig Fundamentarbeit und kostet ab rund 7.000–15.000 € schlüsselfertig. Damit ist sie rund 40–60 % günstiger als eine gemauerte Variante.
Eine gemauerte Garage kostet in der Regel 15.000–30.000 € für eine Einzelgarage. Sie bietet mehr Gestaltungsfreiheit, bessere Isolierung und eine stärkere Wertsteigerung der Immobilie. Die Bauzeit beträgt mehrere Wochen, eine Baugenehmigung ist immer erforderlich. Die laufenden Kosten sind bei gemauerten Garagen höher — Dachpflege, eventuelle Putzschäden und Abdichtungsarbeit kommen im Laufe der Zeit hinzu.
Fertiggarage
- ›ab 7.000 € (Einzel)
- ›Aufbau in 1–2 Tagen
- ›Geringe laufende Kosten
- ›Versetzbar und erweiterbar
- ›Baugenehmigung meist nötig
Gemauerte Garage
- ›ab 15.000 € (Einzel)
- ›Bauzeit mehrere Wochen
- ›Höherer Immobilienwert
- ›Maximale Gestaltungsfreiheit
- ›Baugenehmigung immer nötig
Konkrete Kostenbeispiele 2026
Die folgende Grafik zeigt typische Gesamtkosten für vier häufige Szenarien — jeweils inklusive Fundament und Montage durch einen Fachbetrieb. Bei Eigenleistung lassen sich 500–3.000 € einsparen.
Alle Angaben sind Richtwerte inkl. Fundament und Montage. Preise variieren je nach Region (Handwerkerkosten in Großstädten oft 20–30 % höher), Ausstattung (Seitenwände, Beleuchtung, Dachrinne) und Anbieter.
Versteckte Kosten nicht vergessen
Neben den Anschaffungskosten gibt es Positionen, die im ersten Angebot oft fehlen oder unterschätzt werden:
- !Seitenwände & Rückwand: Viele Carport-Basismodelle kommen ohne. Seitenwände aus Holzlamellen oder Polycarbonat kosten zusätzlich 500–2.500 €.
- !Dachrinne & Entwässerung: Je nach Gemeinde Pflicht. Inklusive Fallrohr und Anschluss: 200–700 €.
- !Beleuchtung & Strom: Außensteckdose oder Bewegungsmelder: 150–600 € inkl. Elektrikerleistung.
- !Pflaster & Untergrund: Wer den Untergrund neu pflastern lässt, zahlt zusätzlich 1.500–5.000 € — oft unterschätzt.
- !Versicherung: Carport und Garage sollten in die Gebäudeversicherung aufgenommen werden. Mehrkosten: ca. 30–80 € pro Jahr.
Spartipps
- ✓Bausatz statt Montage: Viele Carport-Anbieter liefern komplette Bausätze — wer selbst montieren kann, spart 500–3.000 €.
- ✓Fertiggarage statt gemauert: Fertigteilgaragen aus Beton sind oft 30–50 % günstiger als gemauerte Garagen und in 1–2 Tagen aufgestellt.
- ✓Übergangsweise Carport: Starten Sie mit einem Carport und bauen Sie später zur Garage um — oder nutzen Sie den Carport dauerhaft.
- ✓Mehrere Angebote einholen: Die Preise für Carport-Montage und Garagenbau variieren stark. Mindestens 3 Angebote vergleichen.
- ✓Förderungen prüfen: Manche Gemeinden fördern energieeffiziente Bauten oder Aufwertungsmaßnahmen. KfW-Programme können relevant sein.
Häufige Fragen zu Kosten
Was kostet ein Carport im Vergleich zu einer Garage?
Ein einfacher Carport kostet ab ca. 2.000 €, eine Fertiggarage beginnt bei rund 7.000 €, eine gemauerte Garage bei 12.000 € aufwärts. Der Carport ist damit rund 30–50 % günstiger.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis am stärksten?
Material (Holz, Aluminium, Stahl), Größe (Einzel vs. Doppel), Region (Handwerkerkosten variieren stark) und Eigenleistung beim Bau und Fundament.
Ist ein Carport wirklich günstiger als eine Garage?
Ja, in der Anschaffung deutlich. Auf 10 Jahre gerechnet: Carport ca. 8.000–25.000 €, Garage 12.000–50.000 €. Dazu kommt: Carports brauchen oft keine Baugenehmigung, was weitere 300–800 € spart.
Lohnt sich eine Garage trotz höherer Kosten?
Wenn Diebstahlschutz, Stauraum oder Werkstattnutzung wichtig sind, lohnt sich die Mehrinvestition. Eine Garage steigert zudem den Immobilienwert stärker.
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